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Ein Mächen blickt auf den Bildschirm eines Smartphones, auf dem der Umriss eines Bots zu sehen ist und die Frage: Wie kann ich dir helfen? Foto: Adobe Stock Foto: Adobe Stock

Tagung zu Sprachassistenzsystemen am 26. November 2019 in Köln

Eine Begegnung mit Billie, Alexa und Bless U2

Billie unterstützt Menschen mit Einschränkungen dabei, ihren Alltag möglichst selbständig zu bewältigen. Er erinnert sie z.B. an die Einnahme von Medikamenten. Alexa begleitet Menschen mit kurzen Sprachimpulsen durch den Tag, muntert durch ein paar Worte auf oder regt zum Nachdenken an. Und Bless U2 gibt seinen Besucherinnen und Besuchern ein paar Segensworte mit auf den Weg.

 

Doch weder Billie noch Alexa oder Bless U2 sind Personen, alle drei sind Maschinen. Billie und Alexa sind mit dem Internet verbundene Sprachassistenzsysteme, die über Bildschirm, Lautsprecher oder Smartphone angesprochen werden können.  Billie wurde für die Bodelschwinghschen Stiftungen in Bethel entwickelt, den Alexa-Dienst „Etwas Gutes“  hat das Bistum Essen online gestellt.

Bless U2 ist eine interaktive Installation, eine Maschine, die im Erscheinungsbild an frühe, menschenähnlich gestaltete Roboter erinnert. Alle drei sind am 26. November 2019 auf unserer Tagung zu Sprachassistenzsystemen und ihren Einsatzmöglichkeiten in Kirche und Diakonie in Köln zu Gast. Die Tagung findet im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9 - 11, 50678 Köln, statt. 

Tagung zu Sprachassistenzsystemen und ihren Einsatzfeldern in Kirche und Diakonie am 26.11.2019
Rund ein Drittel der Bevölkerung nutzt heute bereits Sprachassistenten, Tendenz steigend. Google, Siri oder Alexa sind die bekanntesten. Grund genug, sich  im Rahmen der Tagungsreihe „Mehr digitale Souveränität gewinnen“ damit zu beschäftigen und dabei auch mögliche Einsatzfelder in Kirche und Diakonie in den Blick zu nehmen.

Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland. Copyright: Diakonie / Thomas Meyer Bild-LupeUlrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland. Copyright: Diakonie / Thomas Meyer

Ulrich Lilie: Der Mensch-Maschine-.Übergang verändert sich
Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, eröffnet die Tagung mit einem Impuls aus theologisch-anthropologischer Perspektive: „Gotteswort, Menschenwort und Alexa“. Mit künstlicher Intelligenz und Sprachassistenzsystemen verändert sich der Mensch-Maschine-Übergang betont Lilie, der sich selbst vor Ort im Silicon Valley, dem führenden IT-Standort in Kalifornien, ein Bild gemacht hat. Daran schließt sich für den Präsidenten der Diakonie Deutschland die Frage an: „Was bedeutet das für den Menschen und für sein Verhältnis zu den Maschinen?“ Darauf wird er in seinem Vortrag eingehen.

Über Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland
Pfarrer Ulrich Lilie (geboren 1957) ist seit 2014 Präsident der Diakonie Deutschland, seit 2017 Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung und seit 2018 Vizepräsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW).

2011 bis 2014 war er Theologischer Vorstand der Graf Recke Stiftung Düsseldorf. Bis 2011 arbeitete er unter anderem als Krankenhausseelsorger und Gemeindepfarrer mit dem Zusatzauftrag der Leitung und Seelsorge am Hospiz am Evangelischen Krankenhaus. Vier Jahre versah er außerdem das Amt des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorfs. Lilie studierte als Stipendiat des Evangelischen Studienwerks Villigst evangelische Theologie an den Universitäten Bonn, Göttingen und Hamburg und wurde 1989 zum Pfarrer ordiniert. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Julia Krüger: Foto: Bild-LupeJulia Krüger: Foto: "Osnabrücker Friedensgespräche", Fotograf: Uwe Lewandowski

Julia Krüger: Sprachassistenzsysteme aus netzpolitischer Sicht
Im anschließenden Beitrag von Julia Krüger, Expertin für Künstliche Intelligenz, geht es um die netzpolitische Fragen: Warum stärken Google, Amazon, Apple etc. ihr jeweiliges Engagement im Bereich Sprachassistenzsysteme? Welche Forderungen sollte man aus netzpolitischer Sicht im Blick auf Datenschutz erheben? Welche Einsatzbereiche von Sprachassistenzsystemen sind sinnvoll?

Über Julia Krüger
Julia Krüger arbeitet unabhängig als Politik-Entwicklerin, Journalistin und Wissenschaftlerin zu Fragen der Netzpolitik – vorzugsweise zur Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI), Daten- und Plattform-Politik und ihren Bezügen zum Urheberrecht, Sicherheitspolitik und Gemeinwohl. Von besonderem Interesse sind für sie die Schnittstellen zwischen Politik, Recht und Technik sowie Governance-Fragen in allen Aspekten wie Partizipation, Legitimation, Kontrolle, Transparenz und Effizienz. Mehr Informationen

Kirchenrat Pfarrer Ralf Peter Reimann: Foto: Markus Feger LupeKirchenrat Pfarrer Ralf Peter Reimann: Foto: Markus Feger

Pilotprojekt im Rheinland: "Google, Alexa, Siri, wo ist Gottesdienst in meiner Nähe?"
Sprachassistenzsysteme kommen zunehmend im Alltag an und Kirche möchte „vor Ort“ sein, auffindbar auch im Alltag. Deshalb muss sie zukünftig auch diese Dienste in den Blick nehmen. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat im Frühjahr 2019 dazu das Pilotprojekt,: "Google, Alexa, Siri, wo ist Gottesdienst in meiner Nähe?" gestartet. Kirchenrat Pfarrer Ralf Peter Reimann, der dieses Projekt leitet, stellt es in seinem Beitrag vor. Übrigens:  Das Projekt hat auf der EKD-Synode in dieser Woche sehr gute Resonanz erhalten; die Synode hat beschlossen, es gemeinsam auch mit anderen Landeskirchen umzusetzen.

Über Ralf Peter Reimann
Ralf Peter Reimann ist Internetbeauftragter der Evangelischen Kirche im Rheinland, Arbeitsschwerpunte sind Social Media und Digitales Wissensmanagement. Er ist Vizepräsident der europäischen Region der World Association of Christian Communication (WACC) und bloggt unter: http://theonet.de.

Workshops bieten Praxis, Anregungen und Austausch
Wie immer bei der Tagungsreihe "Mehr digitale Souveränität gewinnen" wird es am Nachmittag praktisch:
 

Billie, mach das Licht an!"
Für den Bereich der Diakonie stellen Dr. Ellen Schack und Yvonne Vogelpohl von den Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel Billie, den Sprachassistenten für Menschen mit Einschränkungen vor.

Simon Wiggen. Foto: privat LupeSimon Wiggen. Foto: privat

"Alexa, übernehmen Sie!"
Für den Bereich der Kirchen berichtet Simon Wiggen über erste Erfahrungen mit Sprachassistenten und Chatbots im Bistum Essen. Das Bistum Essen bietet nicht nur den Alexa-Dienst „Etwas Gutes“ an; Weihnachten 2018 hat es die Suche nach Weihnachtsgottesdienstes in der Nähe mit Hilfe eines Chatbots erleichtert und auf diese Aktion mit einem vielbeachteten witzigen Video hingewiesen.

Über Simon Wiggen
Simon Wiggen (*1983) hat Geografie und Biologie studiert. Nach der Ausbildung an der Katholischen Journalistenschule ifp hat er ein Volontariat bei der FUNKE Mediengruppe absolviert. Von 2011 bis 2013 war Simon Wiggen Online-Redakeur beim Medienverband der Evangelischen Kirche im Rheinland, bevor er in das Bistum Essen gewechselt ist. Dort ist er Redakteur für Social Media und Interne Kommunikation.


 

Wie intelligente Systeme das Suchen und Finden der Menschen nachhaltig verändern
Voraussetzung für Sprachausgabe ist eine gute Struktur der hinterlegten Daten. Ben Prause von dem internationalen Unternehmen YEXT bietet Einblick in die Werkstatt.

Workshop zur Netzpolitik: Wo geht die Reise hin?
Julia Krüger vertieft in ihrem Workshop Fragen des Datenschutzes und mögliche Alternativen zu Siri, Alexa und Google.
 

Der Segensroboter Bless U2. Foto: Hella Blum LupeDer Segensroboter Bless U2. Foto: Hella Blum

… und in der Pause ein Gespräch mit dem segnenden Roboter Bless U2
Die Taung bietet darüber hinaus Gelegenheit, Bekanntschaft mit der interaktiven Kunst-Installation Bless U2 zu machen. Der segnende Roboter, den die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau erstmals anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 in Wittenberg gezeigt hat, bietet Gesprächsanreize darüber, was einen Segen ausmacht und wo die Grenzlinien zwischen Mensch und Maschine verlaufen: Was empfindet der Besucher, wenn Bless U2 ihm ein Segenswort mit auf den Weg gibt?

Praktische Hinweise

Die Tagung ist eine Kooperation der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Melanchthon-Akademie, Köln
 

Das ausführliche Tagungsprogramm ist am Schluss dieses Artikels zum Abruf bereit gestellt.

Anmeldung bitte bis Freitag, 22. November 2019
bei der Melanchthon-Akademie an:
anmeldung@melanchthon-akademie.de

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.
Teilnahme an einem kleinen Mittagsbuffet für einen Unkostenbeitrag von 5,00 Euro.

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hbl, ms / 15.11.2019



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