Logo EKiR

Gesprächsimpuls zum dritten Workshop der Reihe: Digital - parochial - global?! Ekklesiologische Perspektiven im Digitalen

PD Dr. Frederike van Oorschot: Was und wie ist Kirche?

Amt und Gemeinschaft aus systematisch-theologischer Perspektive.

Frederike van Oorschot knüpft in ihrem Beitrag an zentrale Bilder von Kirche an. Eines der zentralen Bilder von Kirche ist Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden. Dieses tradierte Bild wird heute im Blick auf Formen digitalen kirchlichen Lebens häufig mit dem Begriff des Netzwerks verbunden. Dieser Verbindung geht die evangelische Theologin in ihrem Beitrag aus dogmatischer Perspektive nach und fragt:
Wie verhält sich das Bild des Netzwerks zu anderen ekklesiologischen Beschreibungen der Kirche? Was sagt es aus über das Verständnis der Gemeinschaft der Glaubenden? Und was sagt es aus über das Verständnis von Amt und Beauftragung?

Impulsvortrag im Rahmen des dritten Workshops: "Digital - parochial - global?!"
Der Vortrag ist ein Impuls für den dritten Workshop der Reihe: Digital - parochial - global?! Ekklesiologische Perspektiven im Digitalen, der am 9.4.2021 online stattfand. Die Workshopreihe ist eine Kooperation der Forschungsstätte der Evangelische Studiengemeinschaft, der Evangelischen Akademie der Pfalz und der Evangelischen Akademie im Rheinland zu Fragen der Ekklesiologie im digitalen Raum.

Über den Workshop:
In der evangelischen Tradition, und hier setzt diese Workshopreihe an, ist Kirche dort, wo „das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden“, doch das geschieht nicht losgelöst von Zeit und Raum. Erzählte Rede, Schrift, Buchdruck und jetzt die Digitalisierung – die Theologie, die Rede von Gott, und kirchliche Praxis werden immer wieder durch neue Medien vermittelt. Wie lässt sich christliche Praxis heute im digitalen Raum gestalten? Verändern sich dadurch die Begriffe von Amt und Gemeinschaft und, wenn ja, in welcher Weise? Letztere Frage stand im Mittelpunkt des dritten Workshops der Reihe "Digital - parochial - global?!" Die Thesen, die für den dritten Workshop als Diskussionsgrundlage dienten, sind hier abrufbar.

Mehr Informationen zur gesamten Workshopreihe:
Angesichts steigender kirchlicher Online-Aktivitäten und Netzwerke gerade angesichts der außerordentlichen Herausforderungen durch die pandemiebedingten Einschränkungen des analogen kirchlichen Lebens stellen sich viele Fragen neu und dringlicher: Wo, wer oder was ist eigentlich Kirche? Wo und wie wird gepredigt und werden die Sakramente gereicht? Wie verändert sich das religiöse Bewusstsein? Wie stehen die unterschiedlichen Formen von Offline- und Online-Kirche zueinander? Was verändert sich, wenn die „Zirkulation des religiösen Bewusstseins“ auch im digitalen Raum in Gang kommt? Was heißt „Priestertum aller Gläubigen“? Wie viel Professionalität, Ordnung und Hierarchie sind nötig? Die Workshopreihe greift die ekklesiologischen Fragen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis auf. Praktiker*innen, Wissenschaftler*innen und Kirchenleitende kommen in drei Workshops über diese Fragen miteinander ins Gespräch. Nach Impulsen aus der Praxis und der Dogmatik soll ein Thesenpapier zu diesen Fragen zu erarbeitet werden, das für die weitere Diskussion in Theologie und Kirche(n) online und offline genutzt werden kann.

Mehr Informationen

 

PD Dr. Frederike van Oorschot

Zur Person:
PD Dr. Frederike van Oorschot hat Religionswissenschaften Lateinamerikas und Evangelische Theologie in Köln, Göttingen und Heidelberg studiert und über „Öffentliche Theologie angesichts der Globalisierung. Die public theology von Max L. Stackhouse“ promoviert. Nach beruflichen Stationen als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Systematische Theologie an der Universität Hannover (Prof. Dr. Marco Hofheinz), im Büro des Landesbischofs Professor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh beim Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe und am Ökumenischen Institut der Theologischen Fakultät an der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Friederike Nüssel) ist Dr. Frederike von Oorschot seit Mai 2019 Leiterin des Arbeitsbereichs Religion, Recht und Kultur an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg. 2021 hat sie ihre Habilitation am Ökumenischen Institut der Theologischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg abgeschlossen.  

hbl, ms / 02.06.2021


Logo Akademie
Studienleitung

Twitter

Twitter aktivieren

Hier Twitter-Dienste aktivieren

Aus dem Netz gefischt Termine

RSS Feeds